Er zählt zu meinen absoluten Favoriten unter den Modeillustratoren: Romain de Tirtoff, besser bekannt unter dem Pseudonym Erté. Durch seine Arbeit als Modezeichner und Kostümdesigner wurde zu einem der renommiertesten Graphiker des 20. Jahrhunderts. Zudem gilt er durch seine Errungenschaften als “Vater des Art Déco”. Sein Name leitet sich aus der französischen Aussprache der Initialen seines eigentlichen Namens ab.
Kindheit in St. Petersburg und Umzug nach Paris
Erté wurde am 23. November 1892 in St. Petersburg geboren, wo er später aufgrund seiner Begabung für Kunst, Design, Tanz und Theater bei Privatlehrern das Zeichnen lernte. Im Jahre 1912 zog er nach Paris um eine Karriere als Designer zu beginnen. Dort war er für ungefähr zwei Jahre bei dem französischen Couturier Paul Poiret als Illustrator angestellt und entwarf u.a. die Kostüme für das Stück “Le Minaret”, bei welchem die legendäre Tänzerin Mata Hari mitwirkte. Als er im Jahre 1914 bei Poiret aufhörte, konnte er sich vor Aufträgen für Opern-, Schauspiel- und Ballettproduktionen in Paris, Monte-Carlo, New York, Chicago und Glyndebourne kaum retten. Im selben Jahr besuchte Erté auch die Pariser Kunstakademie Julian.
Modezeichnungen für Harper´s Bazaar
Besonders bemerkenswert waren seine Modezeichnungen für Magazine wie Vogue, Cosmopolitan und vor allem Harper`s Bazaar. Letzteres veröffentlichte seine Werke seit 1915 und bot ihm im Jahre 1916 einen zehnjährigen Exklusivvertrag an, der bis 1937 verlängert wurde. Während dieser Zeit gestaltete er zahlreiche Titelseiten und Modeillustrationen – jedoch immer nach seinen eigenen Vorstellungen und nicht etwa nach den Entwürfen anderer Couturiers.
Sein Stil als Opulenz moderner Kunst
Ertés Stil lässt sich beschreiben als Verschmelzung von Art-Nouveau- und Art-Moderne-Elementen mit Einflüssen aus der griechischen Mythologie, dem alten Ägypten, der indischen Miniaturmalerei und seiner Heimat Russland. Diesem Stil blieb er bis ins hohe Alter von 97 Jahren treu. Seine Werke sind in einigen der bekanntesten Museen wie dem Victoria and Albert Museum in London und dem Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt.
Die schönsten seiner Werke können hier bei begleitender Klaviermusik angeschaut werden:








